Der PI 4 ULS ist ein Ultraleicht-Gleitschirm. Die Lebensdauer dieses Produkts hängt in hohem Masse von deiner Sorgfalt ab. Mechanische Belastungen wie Spiralen, Akro-Manöver, Schleifen am Boden usw. beschleunigen den Alterungsprozess und sollten vermieden werden. Ein Leichtprodukt ist deutlich anfälliger auf Überbelastungen aller Art.
Wir empfehlen, dieses Leichtprodukt nicht an Sicherheitstrainings zu verwenden. Durch punktuelle Überbelastungen können nicht sicherheitsrelevante Schäden am Produkt entstehen, welche nicht durch die ADVANCE Garantie gedeckt sind.
Je nach Flächenbelastung stellt der PI ULS unterschiedliche Anforderungen an dich als Pilotin bzw. als Piloten. Je höher die Zuladung, desto anspruchsvoller werden Flugverhalten und Handling. Kleine Flächen sind grundsätzlich agiler und anspruchsvoller, selbst wenn sie mit normaler Flächenbelastung geflogen werden. Du findest alle Informationen zur EN/LTF Zulassung in den Technischen Daten.
ADVANCE Gleitschirme sind mit allen ADVANCE Gurtzeugen kompatibel, solange nicht explizit im Handbuch dazu etwas vermerkt ist. Grundsätzlich darf der PI 4 ULS mit jedem Gurtzeug ohne starre Kreuzverspannung geflogen werden.
Bei den Tests der Zulassungsstelle anlässlich der Zulassung wurden Gurtzeuge mit folgenden Massen verwendet:
Beim Fliegen mit einem durchnässten Gleitschirm besteht die Gefahr des Sackflugs. Oft ist der Sackflug die Folge einer Kombination mehrerer Einflussfaktoren. Einerseits nimmt das Gewicht einer durchnässten Kappe zu. Aus dem erhöhten Gewicht resultiert ein grössserer Anstellwinkel, der den Gleitschirm prinzipiell näher an die Sackfluggrenze bringt. Anderseits beeinflussen Tropfen auf dem Tuch die laminare Grenzschicht im Nasenbereich negativ, wodurch der maximal erreichbare Auftriebswert deutlich sinkt. Fliegst du den nassen Gleitschirm darüber hinaus am unteren Gewichtslimit, so bewirkt dies eine weitere geringfügige Erhöhung des Anstellwinkels sowie eine niedrigere Fluggeschwindigkeit aufgrund der geringeren Flächenbelastung.
Um der Gefahr des Sackflugs mit einem durchnässten Gleitschirm vorzubeugen, solltest du das Gerät möglichst wenig anbremsen. Keinesfalls solltest du in diesem Zustand die Ohren anlegen. Als vorbeugende Massnahme gegen den Sackflug mit nassem Gleitschirm kannst du diesen leicht beschleunigen (etwa 25–40 %). All diese Massnahmen verringern den Anstellwinkel. Sollte der nasse Gleitschirm trotzdem mal in den Sackflug geraten, leitest du diesen ausschliesslich durch Beschleunigen mittels Speedsystem aus. Siehe dazu auch Kapitel "Sackflug".
Der PI 4 ULS eignet sich zum Windenschlepp. Beachte beim Start, dass der Gleitschirm bei Nullwind deutlich in Bogen- bis hin zu Keilform ausgelegt wird (Stichwort Rosettengefahr).
Windenschlepp ist nur zulässig, wenn:
Wir empfehlen mit dem PI 4 ULS keine Akro-Manöver zu fliegen.
Beachte, dass dynamische Manöver eine grössere Belastung für das Material bedeuten und die Lebensdauer deines Schirms verkürzen können. Dadurch ist eine regelmässige Kontrolle des Fluggeräts für deine Sicherheit unverzichtbar. Ebenfalls gilt es, die gesetzlichen Bestimmungen des jeweiligen Landes zu beachten.
Der PI 4 ULS ist nicht für das doppelsitzige Fliegen (Tandem-Fliegen) zugelassen.
Der PI 4 ULS ist nicht für den Motorflug zugelassen.