Dieses Rettungssystem wurde speziell als Rettungsgerät zum Auslösen per Hand fürs Gleitschirmfliegen, motorisierte Gleitschirmfliegen und Drachenfliegen entwickelt. Im Zusammenhang mit anderen fliegerischen Aktivitäten, wie Fallschirmspringen, Skydiving und Base-Jumping, ist der Gebrauch dieses Rettungsgeräts nicht erlaubt! Das SQR- Rettungssystem ist nach EN 12491 und LTF NFL II 91/09 Standards zertifiziert.
Die Flugnorm für Rettungsgeräte EN 12491:2015 gibt für den Belastungstest die beiden Öffnungsgeschwindigkeiten 40 m/s oder 60 m/s vor. Obwohl der SQR Prime beim Belastungstest erfolgreich mit 50 m/s getestet wurde, gehört er dennoch zur 40 m/s Klasse, in der unter Berücksichtigung der Messunsicherheit eine maximale Auslösegeschwindigkeit von 115 km/h definiert ist. Der SQR Prime verfügt jedoch über eine strukturelle Festigkeit (Energieabsorptionsfähigkeit), die mehr als 50 % höher ist, als es die Flugnorm mit 40 m/s verlangt.
Alle 12 Monate muss das Rettungsgerät geöffnet, gelüftet und anschliessend neu gepackt werden.
Nach 4 und 8 Jahren muss das Rettungsgerät von einer qualifizierten Fachperson einer visuellen Vollinspektion unterzogen werden. Diese ist in der myCompanion Cloud zu dokumentieren.
Die maximale Lebensdauer des Rettungsgeräts beträgt 10 Jahre ab dem Datum der ersten Inbetriebnahme. Diese kann durch eine weitere visuelle Vollinspektion um maximal 2 Jahre verlängert werden.
Bitte protokolliere alle Pack-Vorgänge wie erfolgreiche Kompatibilitätstests, Neupackungen, Inspektionen oder Reparaturen in der myCompanion Cloud, indem du den QR-Code auf dem Zertifizierungsetikett oder auf der Rückseite dieses Booklets einscannst. Ein schneller Eintrag ist auch mittels Eingabe deiner Seriennummer über www.companion.aero/repack möglich.
Falls erforderlich, erinnere bitte deinen Packer daran, den Eintrag für dich vorzunehmen.
Das erforderliche Packintervall kann bei extremen Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit, Sand, Wasser und anderen Faktoren verkürzt werden. Empfohlen wird eine Neupackung des Rettungsgeräts.
Wenn du dir hinsichtlich der Auswirkungen dieser Faktoren unsicher bist, kontaktiere bitte einen qualifizierten Fachbetrieb. Zum Zurückverfolgen der Packintervalle, Nachprüfungen und Reparaturen dient der (online) Pack- und Prüfnachweis, der bei der Produktregistrierung automatisch für dich erstellt wird.
Die vorgesehene Lebensdauer des Rettungsgeräts beträgt zehn Jahre. Selbst wenn das Rettungssystem nie aktiviert wurde, empfehlen wir, dass du dein Rettungssystem nach dieser Zeit ersetzt.
Die offizielle Lebensdauer des Rettungsgeräts beginnt mit der Inbetriebnahme. Das Inbetriebnahmedatum muss vom Käufer auf dem Zertifizierungsetikett an der Verbindungsleine vermerkt werden. Die zehnjährige Lebensdauer sowie die Packintervalle sind von diesem Datum abhängig.
Händlerausnahme: Wenn das Rettungsgerät länger als ein Jahr beim Händler ist, muss es vor dem Verkauf gelüftet und neu gepackt werden. Ab einer Lagerung von zwei Jahren wird die komplette Lagerungszeit von der Lebensdauer abgezogen. Das Inbetriebnahmedatum ist dann der Zeitpunkt vor zwei Jahren.
Verlängerung um zwei Jahre: Die maximale Lebensdauer des Rettungsgeräts beträgt 10 Jahre ab dem Datum der ersten Inbetriebnahme. Diese kann durch eine weitere visuelle Vollinspektion um maximal 2 Jahre verlängert werden. Siehe Pack- und Prüfintervalle.
Im Falle einer Wasserlandung darf das Rettungssystem erst wieder neu gepackt werden, nachdem es komplett an der Luft und wo möglich im Schatten getrocknet ist. Zum Trocknen hängst du dein Rettungsgerät am besten umgekehrt in einer symmetrischen Position auf. Falls das Rettungsgerät unvollständig getrocknet wurde (Kappe oder Leinen), kann es asymmetrisch schrumpfen! Benutze keinerlei sonstige Hitzequellen oder Maschinen, um den Trocknungsprozess zu fördern.
Salzwasser: Wenn das Rettungsgerät mit Salzwasser in Berührung kommt, sollte es anschliessend sofort mehrmals mit Süsswasser ausgespült und getrocknet werden.
Eine Werksinspektion wir bei folgenden Ereignissen fällig:
Die Werksinspektion darf nur von einem zertifizierten Betrieb oder dem Hersteller selbst durchgeführt werden, damit wird sichergestellt, dass die richtigen Materialien und Techniken verwendet werden. Bei Fragen hilft dir dein Händler vor Ort.