Der TAU DLS ist als Zweileiner im obersten Segment der EN-C Klasse ausschliesslich sehr erfahrenen, leistungsorientierten Streckenflug- und Wettkampfpiloten vorbehalten. Mehrjährige Flugerfahrung, regelmässige Praxis mit mindestens 100 Flugstunden pro Jahr sowie umfassende Erfahrung mindestens auf einem Sportklasse-Schirm werden vorausgesetzt. Der TAU DLS eignet sich nicht als Umsteigerschirm in die C Klasse.
Schirme der High-C Klasse reagieren generell dynamisch auf Turbulenzen und Pilotenfehler und erfordern einen aktiven Flugstil, präzise Steuertechnik sowie fundierte Kenntnisse im Störungsmanagement. Nur mit entsprechender Erfahrung lässt sich das volle Leistungspotenzial des TAU DLS sicher nutzen.
Der TAU DLS ist für erfahrene Piloten gedacht, die überdurchschnittliche Erfahrung und Kompetenz im Sicherheitstraining vorweisen können. Der TAU DLS ist nicht geeignet für Piloten, die zum ersten Mal ein Sicherheitstraining absolvieren. Für die Zertifizierung des TAU DLS wurden spezielle Faltleinen verwendet. Siehe Abschnitt Faltleinen. Ohne diese Faltleinen können seitliche Klapper und frontale Klapper deutlich von den EN-Richtlinien abweichen.
ADVANCE Gleitschirme sind mit allen ADVANCE Gurtzeugen kompatibel, solange nicht explizit im Handbuch dazu etwas vermerkt ist. Grundsätzlich darf der TAU DLS mit jedem Gurtzeug ohne starre Kreuzverspannung geflogen werden.
Bei den Tests der Zulassungsstelle anlässlich der Zulassung wurden Gurtzeuge mit folgenden Massen verwendet:
Der TAU DLS wurde in sechs Grössen zugelassen. Die Gewichtsbereiche der unterschiedlichen Grössen findest du im Kapitel „Technische Daten“. Die dort angegebenen Masse entsprechen dem totalen Abfluggewicht. Dies beinhaltet dein Körpergewicht inklusive Kleidung sowie das Gewicht deiner gesamten Ausrüstung (Gleitschirm, Gurtzeug, Rettungsschirm, Instrumente usw.).
Der TAU DLS wurde mit Seamless Weight Ranges konzipiert. Sie ermöglichen für jedes Körpergewicht einen nahtlosen Übergang von einer zur anderen Grösse. In diesem idealen Startgewichtsbereich weist der TAU DLS in sämtlichen Flugbedingungen das optimale Verhältnis zwischen Fluggeschwindigkeit und Steigen auf.

Beim Fliegen mit einem durchnässten Gleitschirm besteht die Gefahr des Sackflugs. Oft ist der Sackflug die Folge einer Kombination mehrerer Einflussfaktoren. Einerseits nimmt das Gewicht einer durchnässten Kappe zu. Aus dem erhöhten Gewicht resultiert ein grössserer Anstellwinkel, der den Gleitschirm prinzipiell näher an die Sackfluggrenze bringt. Anderseits beeinflussen Tropfen auf dem Tuch die laminare Grenzschicht im Nasenbereich negativ, wodurch der maximal erreichbare Auftriebswert deutlich sinkt. Fliegst du den nassen Gleitschirm darüber hinaus am unteren Gewichtslimit, so bewirkt dies eine weitere geringfügige Erhöhung des Anstellwinkels sowie eine niedrigere Fluggeschwindigkeit aufgrund der geringeren Flächenbelastung.
Um der Gefahr des Sackflugs mit einem durchnässten Gleitschirm vorzubeugen, solltest du das Gerät möglichst wenig anbremsen. Keinesfalls solltest du in diesem Zustand die Ohren anlegen. Als vorbeugende Massnahme gegen den Sackflug mit nassem Gleitschirm kannst du diesen leicht beschleunigen (etwa 25–40 %). All diese Massnahmen verringern den Anstellwinkel. Sollte der nasse Gleitschirm trotzdem mal in den Sackflug geraten, leitest du diesen ausschliesslich durch Beschleunigen mittels Speedsystem aus. Siehe dazu auch Kapitel "Sackflug".
Bei der Nutzung deines Gleitschirmes oder Gurtzeuges besteht ein allgegenwärtiges Risiko von nicht durch den Piloten beeinflussbaren Überbelastungen, welche z.B. durch unvorhersehbare Flugzustände und punktuelle Kräfte in der Luft auftreten können. In seltenen Fällen können Beschädigungen am Produkt auftreten, welche jedoch in der Regel nicht sicherheitsrelevant sind. Beschädigungen durch Überbelastungen sind weder auf einen Konstruktions- noch auf einen Fabrikationsfehler zurückzuführen. Deshalb sind sie grundsätzlich von der Garantie ausgenommen. Leichtprodukte sind tendenziell anfälliger auf Beschädigungen durch Überbelastung.
Der TAU DLS eignet sich zum Windenschlepp. Beachte beim Start, dass der Gleitschirm bei Nullwind deutlich in Bogen- bis hin zu Keilform ausgelegt wird (Stichwort Rosettengefahr).
Windenschlepp ist nur zulässig, wenn:
Bei der Entwicklung des TAU DLS wurde das Augenmerk auf gute Eigenschaften fürs Strecken- und Wettkampfliegen gerichtet.
Entsprechendes Pilotenkönnen und korrekte Ausführung vorausgesetzt, lassen sich mit dem TAU DLS dennoch Manöver wie Wingover, Gegendreher und Spiralen gut fliegen. Der Schirm wurde auf die übliche 8-fache G-Belastung geprüft, ist jedoch nicht speziell verstärkt.
Beachte, dass dynamische Manöver eine grössere Belastung für das Material bedeuten und die Lebensdauer deines Schirms verkürzen können. Dadurch ist eine regelmässige Kontrolle des Fluggeräts für deine Sicherheit unverzichtbar. Ebenfalls gilt es, die gesetzlichen Bestimmungen des jeweiligen Landes zu beachten.
Der TAU DLS ist nicht für das doppelsitzige Fliegen (Tandem-Fliegen) zugelassen.
Der TAU DLS ist nicht für den Motorflug zugelassen.